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Hochsprung

Was gibt es besseres, als mit einem eleganten Hohlkreuz über eine Stange aus Glasfasern zu fliegen, diese mitzunehmen und beim Aufprall zwischen die Schulterblätter gerammt zu bekommen?
Nichts. Glaub mir, dieses Gefühl ist einfach unvergleichlich.
Am Anfang ist es ja noch ganz lustig- einen Meter schaffe sogar ich locker.
Aber je höher die Stange wandert, desto höher ist auch die Wahrscheinlichkeit, sie mitzunehmen…
Ich persönlich präferiere ja den Schersprung. Hauptsächlich, weil ich einen Aufschlag meines Kopfes auf der Matte verhindere, aber auch, weil ich diesen anderen Sprung einfach nicht kann.
Dieser andere Sprung nennt sich Fosbury Flop und sieht natürlich professioneller aus, weil das alle bei Olympia machen.

Ein kurzes Tutorial: begonnen wird mit einer Kurve, bei welcher der rhythmische Steigerungslauf eine entscheidende Rolle für ein kontrolliertes Tempo darstellt. Außerdem ist es wichtig, sich zur Mitte der Kurve zu lehnen um Fliehkraft und Drehimpuls aufzubauen, wodurch die Lattenüberquerung erleichtert werden sollte (jaja, an Physik kommt man echt nie vorbei). Und dann nur noch das lattennahe Bein hochreißen und so ein bisschen nach hinten drehen.
Also nicht ein bisschen, der Körper muss schon senkrecht zur Wand hinter der Matte zeigen. Naja und dann eben die Arme mitnehmen- ach so, die habe ich jetzt gar nicht erwähnt, also bitte die ganze Zeit dabeihaben. Nicht beim rhythmischen Steigerungslauf vergessen.
Und dann springen, ein Hohlkreuz bilden und den Kopf in den Nacken legen. Aber bitte auch ein bisschen Zeit einplanen, in welcher das Kinn auf die Brust gelegt werden muss. Bei der Landung wäre das ansonsten ein bisschen ungünstig. Wichtig: erst, wenn auch der Po jenseits der Latte ist, die Beine anwinkeln.
Es wird empfohlen auf dem oberen Bereich des Rückens, also den Schulterblättern und einer Weichbodenmatte zu landen. Aber das merkst du dann ja.

Und beim Schersprung das Ganze ohne Drehung. Also landet man hier quasi seitlich auf der Matte oder der Latte und hier stellt sich doch die Frage, welche Variante mehr wehtut.
Du kannst es ja ausprobieren und zwischen einer spürbaren Trennung der Schulterblätter (Schersprung) und dem horizontalen blauen Fleck auf dem Po abwägen.
Viel Spaß!

Helena
Bild: unsplash

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